Einzelbewegungen

Einzelbewegungen, Strömungen und Sonderpositionen

In der modernen Tierbewegung finden sich mehrere Einzelbewegungen und Strömungen (oder Fraktionen).

Eine Bewegung besteht aus einer Gruppe von Menschen, die innerhalb eines sinnvoll bestimmten Rahmens ähnliche Ansichten über Ziele und Strategien haben. Für diese Ziele und Strategien setzen diese Menschen sich aktiv ein.

Als Strömung oder Fraktion lässt sich eine Gruppe von Menschen bezeichnen, die ebenfalls ähnliche Ansichten über gewisse Ziele und Strategien haben. Sie setzen sich jedoch nicht aktiv für diese ein, sondern haben ihre Ansichten beiläufig innerhalb einer Bewegung. Diese Ansichten vermögen (bisher) nicht, eine eigene Bewegung entstehen zu lassen.

Sonderpositionen nehmen Bewegungen oder Engagements ein, die entweder keine eigenen (gesellschaftspolitische) Ziele verfolgen (wie der praktische beziehungsweise der karitative Tierschutz), oder (nicht alle) nicht-menschliche Tiere nicht als Individuen wertschätzen (wie der Artenschutz), oder bewegungsübergreifend als Einstellung bestehen und zugleich eine Bewegung darstellen (wie der Abolitionismus und der Reformismus).


Abolitionismus und Reformismus

Bewegungsübergreifend stehen sich die abolitionistische Bewegung und die reformistische Bewegung gegenüber.

Der Abolitionismus setzt sich für die Abschaffung jeglicher Tiernutzung ein. Die Ziele werden klar benannt und die Strategien entsprechend der Ziele ausgerichtet. Die Erfolge stellen sich häufig leider erst langfristig ein – wenn überhaupt.

Der Reformismus setzt sich für die Regulierung beziehungsweise für das schrittweise Reformieren der Tiernutzung ein. Die (eigentlichen) Ziele könnten auch abolitionistisch sein, werden als solche häufig aber nicht genannt. Die Strategie ist entweder, lediglich Tierleiden zu reduzieren, oder schrittweise dem eigentlichen Ziel der Abschaffung von Tiernutzung näher zu kommen. Die Erfolge stellen sich relativ schnell ein, da kleine Etappenziele gesetzt werden.

 

Einzelbewegungen

Die moderne Tierbewegung besteht aus mehreren Einzelbewegungen. In Deutschland engagieren sich Menschen in unterschiedlichen Bewegungen für die Tiere.

Eine Bewegung befindet sich im Wandel. Sie wandelt sich mit dem Diskurs innerhalb der Bewegung.

Für die Bestimmung einer Bewegung – das heißt: für die Entwicklung eines Bewegungsprofils – scheinen diese drei Punkte wichtig: 1) Begriffsanalyse, 2) Geschichte der Bewegung und 3) Betrachtung der gegenwärtig bestehenden Bewegung.

Begriffsanalyse

Eine Bewegung trägt einen besonderen Namen, zum Beispiel „Tierrechtsbewegung“.

Bei der „Tierrechtsbewegung“ zum Beispiel ist es wichtig, sich vor Augen zu halten, was „Tierrechte“ vom Begriff her bedeuten. Was also von Philosophinnen und anderen Menschen dazu geschrieben wurde.

Geschichte einer Bewegung

Die geringste Rolle bei der Bestimmung eines Bewegungsprofils stellt die Geschichte einer Bewegung dar. Dennoch ist sie interessant und kann Hinweise geben.

Betrachtung einer gegenwärtig bestehenden Bewegung

Neben der Begriffsanalyse ist vor allem die Betrachtung einer gegenwärtig bestehenden Bewegung wichtig, um ein Bewegungsprofil zu bestimmen.


Bewegungsprofil

Das Profil einer Bewegung bezeichnet den Rahmen, innerhalb dessen von dieser Bewegung geredet werden kann. Ein Profil setzt Grenzen und formuliert die Gemeinsamkeiten, die Menschen innerhalb einer Bewegung miteinander verbinden.

Ein Bewegungsprofil formuliert das, was die Bewegung inhaltlich ausmacht.


Liste der Einzelbewegungen

  • Tierschutzbewegung I – Klassischer Tierschutz
  • Tierschutzbewegung II – Moderner Tierschutz
  • Tierrechtsbewegung
  • Tierbefreiungsbewegung
  • Total Liberation-Bewegung
  • Vegane Bewegung
  • Veggie-Bewegung

Liste der Strömungen / Fraktionen

  • Vegan Lifestyle
  • „Hauptsache für die Tiere“-Fraktion
  • Animal Liberation Front (ALF)
  • Heutige Antispe-Gruppen

Sonderpositionen

  • Abolitionistische Bewegung
  • Reformistische Bewegung
  • Praktischer Tierschutz
  • Artenschutz